Ärztekammer: PKV-Studie unseriös - 5. Mai 2009

Die Bundesärztekammer kritisierte eine Studie über Kosten von Laboruntersuchungen als unseriös.
Nach den Berechnungen des WIP hatten die Privatversicherer etwas mehr als 100 Euro für Labormedizin aufgewendet; die Kosten der Kassen lagen dagegen bei 24 Euro.
Die BÄK hält die Ergebnisse für verfehlt und betont, dass die im Rahmen der Studie untersuchten 20.000 Rechnungen nach einem fragwürdigen Verfahren ausgewählt und die darin aufgeführten Laborleistungen auf alle 8,5 Millionen privat Krankenversicherten überschlagsmäßig hochgerechnet worden seien. „Angesichts der zig Millionen Privatrechnungen pro Jahr muss man da schon die Repräsentativität und die Transparenz in Frage stellen“, sagte Dr. Franz Gadomski, Vorsitzender des Ausschusses Gebührenordnung der BÄK. Zudem sei es „schlicht unseriös“, die gesetzliche Krankenversicherung als Bezugsnorm für die privatärztliche Versorgung zu nehmen.

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