Wechsel soll einfacher werden - 20. August 2010
Laut aktueller Pläne der Bundesregierung soll bald der Wechsel von der gesetzlichen Krankenkasse zur privaten Krankenversicherung einfacher gestaltet werden. Dann könnten nicht mehr nur noch Selbsständige und Freiberufler in die private Versicherung wechseln, ohne ein sehr hohes Einkommen nachzuweisen. Denn auch wer unregelmäßig mehr verdient, soll künftig die Möglichkeit bekommen zwischen gesetzlich und privat zu wählen. Vielleicht plant die Bundesregierung ja so nur, die gesetzlichen Kassen und das Gesundheitssystem zu entlasten, vielleicht zeigt sich hier aber auch ein Trend.
Vorsorge liegt immer mehr beim Einzelnen
Auch in der Altersvorsorge gibt es einen Trend hin zur selbstständigen Vorsorge. Viele sparen selbst für die Rente, da sie sich auf die staatliche Vorsorge nicht mehr verlassen können oder wollen. Der Staat hilft diesem Trend nach und schafft immer wieder neue finanzielle Anreize, damit der Bürger diese neue Aufgabe schaffen kann. Nun zeichnet sich auch in Punkto Gesundheitsvorsorge eine ähnliche Entwicklung ab. Die bisherige Einkommensgrenze für Angestellte, die besagte was sie mindestens verdienen müssten um sich privat versichern zu dürfen lag immer bei 49950 Euro jährlich. Nun soll es eine neue Regelung geben.
Verdienst für einen Monat
Die neue Regelung, die die Bundesregierung plant, sieht vor, dass ein Versicherter lediglich für einen Monat eine Summe die höher liegt als knapp 4200 Euro verdienen muss um sich für den Eintritt in die private Krankenversicherung zu berechtigen. Das kommt insbesondere Arbeitnehmern entgegen, die in einem Monat hohe Provisionen oder Boni bekommen, im anderen aber nicht. Gewissermaßen kommt aber der Verdacht auf, dass die Regierung sich hier einer lästigen Pflicht entledigen will und auf diesem Weg die gesetzlichen Kassen entlasten will. Denn gerade jungen Arbeitnehmern erscheint der Wechsel in die private Versicherung verlockend, da die Beiträge dann häufig noch niedriger sind, als bei der gesetzlichen.
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